Im Jahr 2022 hat das DRK Schaumburg die Betreuung des Gartenprojekts übernommen, das die Begegnung und den Austausch zwischen Flüchtlingen unterschiedlicher Nationen, Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und zukünftig auch allen interessierten Bürgern fördern soll. Das Projekt bietet nicht nur eine wertvolle Nutzfläche zum Gärtnern, sondern auch eine Plattform für interkulturelle Begegnungen und gemeinschaftliches Lernen.

Nachdem anfänglich die Flüchtlinge beim Pflegen der Gartenanlage unterstützt haben, kann ab diesem Jahr der Garten vollumfänglich zum Gärtnern oder einfach als Treffpunkt genutzt werden. Das Begegnungs-Café fand im Sommer 2023 bereits mehrfach in dem Garten statt.

Die Idee des Gemeinschaftsgartens ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen zusammenkommen können, um den Spaß des Gärtnerns zu teilen und voneinander zu lernen. Flüchtlinge, die oft vor großen Herausforderungen stehen, finden hier eine Möglichkeit, sich in die Gemeinschaft zu integrieren und gleichzeitig das Bewusstsein für Natur, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu stärken.

„Der Garten bietet nicht nur frisches Gemüse und Kräuter, sondern auch eine Chance für neue Freundschaften und kulturellen Austausch“, sagt Christof Fischer, Koordinator Team Integration DRK Schaumburg. „Es ist toll zu sehen, wie das gemeinsame Gärtnern Barrieren abbaut und Menschen zusammenbringt.“ Bisher nutzen das Projekt 30 Flüchtlinge vor allem aus dem arabischen und türkischen Raum und der Ukraine.

Aus Spenden wurden verschiedene Gartengeräte, eine Gerätehütte, Spielgerät für Kinder und eine größere Sitzgruppe finanziert. Ein kleiner Teil wird als Blumenwiese mit Insektenhotels eingerichtet, um zum Thema Nachhaltigkeit beizutragen.

Im Rahmen ihrer Gesundheitsinitiative „Länger besser leben.“ unterstützt die in Obernkirchen ansässige Krankenkasse BKK24 seit dem 1. April das Gartenprojekt für die kommenden 3 Jahre. „Gartenarbeit wirkt auf vielen Ebenen gesundheitsfördernd“, führt Jörg Nielaczny aus, Vorsitzender des Vorstands. „Sie sorgt für Bewegung an frischer Luft, tut gleichzeitig etwas für den mentalen Ausgleich, und das klimafreundlich gewachsene Obst und Gemüse dient der gesunden Ernährung – ein wahrer Rundumschlag, den wir gerne unterstützen.“

Das Projekt wird außerdem von der Volksbank, der Stadt Obernkirchen und dem Landkreis Schaumburg unterstützt, die sowohl finanzielle Mittel als auch Sachspenden bereitstellen. In den kommenden Jahren soll das Projekt weiter ausgebaut und zu einem nachhaltigen Ort der Begegnung werden. „Wünschen würden wir uns, dass auch deutsche Familien daran teilnehmen, um Integration zu leben. Dazu bietet sich das Projekt besonders an“, so Christof Fischer.

Jeder, der gerne gärtnern möchte oder neugierig auf neue Kulturen ist, ist herzlich eingeladen, sich dem Gemeinschaftsgarten anzuschließen. Anfragen können an fluechtlinge@drk-schaumburg.de gerichtet werden.